Technik

Zeitreisen beim Wilden Robert

Seit dem 7. Januar 1885 dampft es zwischen Oschatz und Mügeln

Die Schmalspurbahn zwischen Oschatz, Mügeln, Glossen und Kemmlitz ist das Reststück eines einst umfangreichen Eisenbahnnetzes im Herzen Sachsens. Noch immer ziehen die kleinen Züge regelmäßig Bewunderer in ihren Bann, von Restbetrieb kann keine Rede sein.

Lebendige Tradition
Tradition sei die Weitergabe von Feuer, nicht von Asche – so der Humanist Thomas Morus, Dampf und Achsöl kommen hier noch hinzu

Die Schmalspurbahn Oschatz - Döbeln gehörte zu den ersten sächsischen Schmalspurstrecken, stand mit dem Mügelner Bahnhof als größtem europäischen Schmalspurbahnhof lange Zeit für einen Superlativ. Doch der Teilabschnitt von Mügeln nach Döbeln endete bereits in den 1960er Jahren. Andere Strecken des zwischenzeitlich dazugekommenen Mügelner Netzes überdauerten die Zeiten. Der Abschnitt Oschatz - Mügeln - Kemmlitz überlebte schließlich sogar die politische Wende und konnte mit viel Engagement lokaler Eisenbahnfreunde erhalten und mit dem Teilstück nach Glossen ergänzt werden. Inzwischen als Wilder Robert populär geworden, ist die Döllnitzbahn seither als kleine Zeitinsel zu einer festen Instanz in der Region geworden.

Geballte Kraft
Mit geballter Kraft von 99 1584 und 1562 fährt im Mai 1984 ein Rollwagenzug am Mügelner Kirchblick vorbei ins Kaolinwerk Kemmlitz

Oldtimer-Treff
Oldtimer-Treff mit IV K und Trabant am neuen Bahnübergang bei Schweta in den 2010er Jahren

Kleinlok NS 4
Geschichte auf halbem Wege: Reste des 1968 aufgegebenn Döbelner Abzweiges im Mügelner Bahnhof

Streckenende nach Kroptewitz
Bis November 1967 ging es hier noch ins knapp vier Kilometer entfernte Kroptewitz

Kuriose Rangierlok
Kuriosum und Rarität in Kemmlitz: Rangierlok mit Elektroantrieb und Verlängerungskabel

Einfahrt in Mügeln
Einfahrt des Schmalspurbahnzuges in Mügeln neben der historischen Fischer-Fabrikhalle

Rollwagen in Oschatz
Zwischenzeitlich standen im weiten Bahnhofsareal von Oschatz noch zahlreiche Rollwagen abgestellt

Reste Güterabfertigung
Längst aufgelassen steht die Ruine der ehemaligen Güterabfertigung im Bahnhof Oschatz

Wasserkran und Lokschuppen
Das eher traurige Ensemble von Wasserkran, Lokschuppen und Stellwerk in Oschatz zeugt von besseren Zeiten

Am Oschatzer Schlachthof
Historisches Flair atmete noch lange der Streckenabschnitt am ehemaligen Oschatzer Schlachthof

Bahnhof Mügeln
Der Mügelner Bahnhof hat seinen Charakter bewahrt, wenngleich sich manches verändert hat

Staffelstab-Übergabe
Staffelstab-Übergabe am Mügelner Heizhaus: Die 99 1574 geht nach langen Jahren aus dem Rennen

99 1566 in Chemnitz
Heute Dauergast im SEM Chemnitz: 99 1566 brachte im Januar 1988 der Zusammenstoß mit einem Bus das Ende ihres Betriebseinsatzes

Mai 1984 in Thalheim
Noch einmal geht es in den Mai 1984 zurück, als Stammlok 99 1566 mit dem ersten Zug des Tages durch Oschatz Thalheim dampft

  THEMEN

  Technik auf ZeitBrüche:


  Ausrangiert und Aufgehoben – Auf dem Lokfriedhof in Falkenberg

  Geschichte unterm Fahrdraht – Durch Kontinuität und Brüche

  Nächster Halt: Endstation – Tatra-Bahnen auf Abstellgleis

  Abgestellt im Havelland – Eisenbahngeschichte in der Warteschleife

  Zwischen den Stühlen – Artefakte in einem Zeitloch in Gernrode



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