Zeitreisen mit dem 'Wilden Robert'


Kleine Bahn zwischen den Zeiten

  WEGE & PFADE   15 | 2:45 Min

Die Schmalspurbahn zwischen Oschatz, Mügeln, Glossen und Kemmlitz ist das Reststück eines umfangreichen Eisenbahnnetzes im Herzen Sachsens. Noch immer ziehen die historischen Züge bei speziellen Zeitreisen große und kleine Besucher in ihren Bann.

Kind vor Dampflok mit Personal beim Abölen des Triebwerks
Tradition ist die Weitergabe von Feuer, nicht von Asche – so der Humanist Thomas Morus

Lange Geschichte

Die Schmalspurbahn Oschatz - Döbeln gehörte zu den ersten sächsischen Schmalspurstrecken, stand mit dem Mügelner Bahnhof als einem der größten europäischen Schmalspurbahnhöfe lange Zeit für einen Superlativ. Mit der Zeit entstand rund um Mügeln ein weit verflochtenes Netz auf 750 mm Spurweite. Der Teilabschnitt von Mügeln nach Döbeln endete in den 1960er Jahren, weitere folgten. Andere wiederum überdauerten die Zeiten: Der Abschnitt Oschatz - Mügeln - Kemmlitz überlebte sogar die politische Wende und konnte mit viel Engagement lokaler Akteure erhalten werden. Auch das wieder aufgebaute Teilstück nach Glossen ergänzte das Netz. Inzwischen als Wilder Robert populär geworden, ist die Döllnitzbahn als technische Zeitinsel zu einer festen Instanz in der Region und darüber hinaus geworden.

Dampfzug mit doppelter Kraft und dichten Rauchfahnen auf der Fahrt zum Kaolinwerk Kemmlitz
Historische Aufnahme:Zwei sächsische IV-K-Loks mit einem Rollwagenzug nach Kemmlitz
Blick aus einem Trabant auf den vorbeifahrenden Schmalspurzug am Bahnübergang
Fast alltäglicher Oldtimer-Treff mit Lok von 1912 und Trabant am Bahnübergang bei Schweta
Restaurierter Hektometerstein 11,5 des stillgelegten Streckenastes nach Döbeln in der Natur
Zeitzeugen am Wegesrand: Reste des einstigen Döbelner Streckenastes in Mügeln
Brücke über den Kemmlitzbach kurz vor dem Streckenende in Kemmlitz im Wildwuchs
Bis November 1967 ging es hier noch ins knapp vier Kilometer entfernte Kroptewitz
Abgestellte Rangierlok am Elektrokabel im Werksgelände des Kaolinwerkes
Kuriosum und Rarität in Kemmlitz: Rangierlok mit Elektroantrieb am Verlängerungskabel
Schmalspurzug an der ehemaligen Maschinenbaufabrik Fischer in Mügeln
Einfahrt des Schmalspurbahnzuges in Mügeln neben der historischen Fischer-Fabrikhalle
Rollwagen und Rollwagengrube im Schmalspurteil vom Bahnhof Oschatz im Wildwuchs
Die weitläufigen Anlagen des Oschatzer Bahnhofs zeugen von der Bedeutung der kleinen Bahn
Ruine der ehemaligen Güterabfertigung im Bahnhof Oschatz
Längst aufgelassen steht die Ruine der ehemaligen Güterabfertigung im Bahnhof Oschatz
Leerstand mit Wasserkran, Lokschuppen und Wohnhaus
Das mittlerweile verlassene Ensemble von Wasserkran, Lokschuppen und Wohnhaus in Oschatz
Bockkran und Schuppen als Reste des alten Güterbahnhofs in der Vegetation
Der Bahnhof Oschatz hatte einst 25 Normalspur- und 18 Schmalspurgleise, heute reichen jeweils vier
Reste des Güterwagens 97-11-19 im Wildwuchs im verlassenen Bahnhof
Auch die Reste eines Güterwagens finden sich im Wildwuchs des weitläufigen Geländes
Dampfzug hinter Häusern auf dem Streckenabschnitt am ehemaligen Schlachthof
Historisches Flair atmete noch lange der Streckenabschnitt am ehemaligen Schlachthof
Zwei IV-K- Lokomotiven nach erledigtem Tageswerk vor Heizhaus
Hochbetrieb am Heizhaus: Das jährliche Bahnhofsfest ist inzwischen Institution
Güterzug an einem Frühlingsmorgen mit Qualmfahne im Gleisbogen bei Thalheim
Noch einmal zurück in den Mai 1984: 99 1566 dampft am Morgen durch Oschatz-Thalheim